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Wir stehen im Dialog mit religiösen und weltanschaulichen Gruppen
und Strömungen der Gegenwart. Unsere Erkenntnisse stellen wir
dem Fachpublikum und der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Die EZW

Materialdienst

Titelblatt Materialdienst 12/2018 Unser monatliches Magazin
Aktuelles Heft: 12/2018
  • Kirchentag 2019
    Keine Streitzeit mit der AfD
  • Zwischen Theologie und Psychologie
    Das Phänomen Anselm Grün
  • Religion in Berlin 2018
    Ein Gesprächsimpuls
  • Scientology
    Neue Niederlassung in Stuttgart eröffnet
  • Stichwort: Okkultismus

EZW-Texte

Titelblatt EZW-Texte 257 Unsere Publikationsreihe
Neu erschienen: Matthias Pöhlmann (Hg.) Abschied von der Religion? Säkularisierung - Konfessionslosigkeit - neuer Atheismus

EZW-Texte

Titelblatt EZW-Texte 258 Unsere Publikationsreihe
Neu erschienen: Liane Wobbe Hinduismus Geschichte, Inhalte, Transformationen

Hansjörg Hemminger

Die evangelikale Bewegung in Deutschland

Anmerkungen zur theologischen und politischen Entwicklung

Die Stärke der evangelikalen Bewegung ist das individuelle, persönliche Leben im Horizont der unverfügbaren, geschenkten Gottesbeziehung, mit den damit verbundenen Erfahrungen von Erneuerung, Freiheit und Gewissheit. Die Stärken der evangelikalen Bewegung sind weiterhin ihre lebendige Schrift-Spiritualität, ihre aktive missionarische und ihre diakonische Ausrichtung, ihre allgemeine zwischenmenschliche Gesprächs- und Handlungsbereitschaft. Die Schwäche der evangelikalen Bewegung ist es, die Gottesbeziehung durch eine scheinbar biblisch geordnete, in Wirklichkeit aber reaktionäre Lebensführung und durch die Bibel als exklusives Wahrheitsfundament sichern zu wollen. Die Schwäche der Bewegung ist es, dabei entweder in eine unfruchtbare Absonderung von der Umwelt, oder in eine ebenso unfruchtbare Politisierung zu geraten.

Kai Funkschmidt

Antisemitische Straftaten

95 Prozent rechtsextreme Täter?

In Debatten über den wachsenden „neuen“ Antisemitismus wird regelmäßig darauf hingewiesen, dass etwa 95 % der registrierten antisemitischen Taten in Deutschland auf das Konto von Rechtsextremisten gingen und nicht von Muslimen. So meldet es mit kleinen Schwankungen Jahr für Jahr die Bundesregierung auf Kleine Anfragen, die meist von der Bundestagsfraktion der Linken oder der Grünen gestellt werden. Ihre Angaben gründen auf der jährlichen polizeilichen Statistik zur „Politisch Motivierten Kriminalität“ (PMK). Im Jahr 2017 wurden zum Beispiel 94 % der 1504 erfassten Taten rechtsextremen Tätern zugeordnet.

Das Verstörende an der Zahl der PMK-Statistik ist ihr offensichtlicher Widerspruch zur europäischen Realität, wie sie sich in vielen antijüdischen Gewalttaten der letzten Jahre darstellt.

Kai Funkschmidt

NAK untersagt Vorträge zur Aufarbeitung ihrer Geschichte

Der neuapostolische Bezirksapostel Michael Ehrich hat im Laufe des Jahres 2018 mehrere öffentliche Gemeindevorträge zu historischen Themen untersagt. Sein NAK-Bezirk Süddeutschland (Bayern und Baden-Württemberg) ist der bei Weitem größte der deutschen NAK.

Friedmann Eißler

Wertschätzung und Kritik

Zur Aufgabe des christlich-islamischen Dialogs

Die These, die diesem Artikel zugrunde liegt:

Wir brauchen einen gesellschaftlich solidarischen Gemeinsinn, der eine kritische – und selbstkritische – Auseinandersetzung nicht aus-, sondern einschließt. Wir brauchen dazu mehr Kenntnis voneinander und mehr Engagement des Respekts gegenüber dem jeweils Anderen. So können die gesellschaftlichen Veränderungen konstruktiv kritisch gestaltet werden.

Im Blick auf die theologisch-religiöse Dimension bedeutet das: Unterschiede wahrnehmen und respektieren (gegen Vereinnahmungsstrategien), Toleranz nicht auf die Forderung nach Anerkennung von Gemeinsamkeiten aufbauen, sondern auf den kritisch-solidarischen Umgang mit den Differenzen. Bei allen gemeinsamen Interessen: Respekt gegenüber der (inhaltlichen) Differenz!

Im Blick auf die gesellschaftspolitische Dimension bedeutet das: den freiheitlichen Rahmen unserer Gesellschaftsordnung ohne Wenn und Aber starkmachen, auch ganz im Sinne der positiven Religionsfreiheit, und tatsächlich auf Gemeinsamkeit bauen, nämlich auf gemeinsame Werte der Grundrechte und der Demokratie. Bei allen kulturell-religiösen Unterschieden: Respekt gegenüber der gemeinsamen gesellschaftlichen Aufgabe!

Religiöse Aufklärung in der Flüchtlingsarbeit

(Faltblätter in mehreren Sprachen)
 

Themen: Islamismus in Deutschland, Die Zeugen Jehovas, Christlicher Fundamentalismus

Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Serbisch, Arabisch, Farsi|Persisch, Paschto, Urdu

Die Weltanschauungsbeauftragten der beiden großen Kirchen haben Texte herausgegeben, die in leicht verständlichem Deutsch und in einigen Muttersprachen der Geflüchteten über Religionsfreiheit und problematische religiöse Strömungen und Gruppen informieren.

Geflüchtete Menschen wissen meist wenig über die Rolle der Religionen und über religiöse Gruppen in Deutschland. Viele von ihnen werden aber bereits nach kurzer Zeit mit Einladungen von religiösen Gruppen konfrontiert. Leicht verständliche Texte in einfachem Deutsch sowie auf Arabisch, Paschto, Urdu, Farsi, Englisch, Französisch und Serbisch sollen Geflüchteten helfen, sich zu informieren und Orientierung zu finden. Darüber hinaus bieten sie eine solide Wissensgrundlage für die Verantwortlichen in der Flüchtlingsarbeit.

Die Texte behandeln den Islamismus in Deutschland, den christlichen Fundamentalismus und die Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen. Außerdem enthalten sie Basisinformationen zur religiösen Situation in Deutschland und zum Thema Religionsfreiheit. Sachlich informieren sie über den Glauben der missionierenden Gruppierungen und erklären deren Besonderheiten. Die Informationen sollen die Leser zum persönlichen Urteil befähigen und verhindern, dass die umworbenen Menschen sich unreflektiert an Gruppen binden, die negativen Einfluss auf ihre Integration ausüben können.

Herausgeber der Texte ist die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Kooperation mit der Konferenz der Diözesanverantwortlichen und Beauftragten für Weltanschauungsfragen in den römisch-katholischen Bistümern Deutschlands sowie der Konferenz der Landeskirchlichen Beauftragten für Sekten- und Weltanschauungsfragen in der EKD.

Stellenausschreibung

In der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine auf zwei Jahre befristete

wissenschaftliche Referentenstelle

mit einem Beschäftigungsumfang von 50 % einer Vollzeitstelle zu besetzen. Dienstort ist Berlin.
Kontakt

Fragen zu einzelnen Themen?

Das EZW-Team und die landeskirchlichen Beauftragten für Weltanschauungsfragen helfen Ihnen gerne weiter.
Linda fragt

Neu! Kurzvideos

"Linda fragt" – Erklärvideos aus der Weltanschauungsarbeit

"Linda fragt" – so heißt der neue YouTube-Kanal der evangelischen Weltanschauungsarbeit: https://bit.ly/2GhWHNQ. Speziell für junge Leute werden Themen knapp, informativ und verständlich aufgearbeitet. mehr

"Linda fragt" (Website)