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Wir stehen im Dialog mit religiösen und weltanschaulichen Gruppen
und Strömungen der Gegenwart. Unsere Erkenntnisse stellen wir
dem Fachpublikum und der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Die EZW

Materialdienst

Titelblatt Materialdienst 11/2018 Unser monatliches Magazin
Aktuelles Heft: 11/2018
  • Die evangelikale Bewegung in Deutschland
    Grundlagen und Entwicklungen
  • Cooles Christsein
    Eindrücke von der Hillsong Church Berlin
  • Antisemitische Straftaten
    95 Prozent rechtsextreme Täter?
  • Stichwort: Spiritualität

EZW-Texte

Titelblatt EZW-Texte 255 Unsere Publikationsreihe
Neu erschienen: Michael Utsch (Hg.) Jehovas Zeugen Eine umstrittene Religionsgemeinschaft

EZW-Texte

Titelblatt EZW-Texte 256 Unsere Publikationsreihe
Neu erschienen: Reinhard Hempelmann / Harald Lamprecht (Hg.) Rechtspopulismus und christlicher Glaube

Kai Funkschmidt

Antisemitische Straftaten

95 Prozent rechtsextreme Täter?

In Debatten über den wachsenden „neuen“ Antisemitismus wird regelmäßig darauf hingewiesen, dass etwa 95 % der registrierten antisemitischen Taten in Deutschland auf das Konto von Rechtsextremisten gingen und nicht von Muslimen. So meldet es mit kleinen Schwankungen Jahr für Jahr die Bundesregierung auf Kleine Anfragen, die meist von der Bundestagsfraktion der Linken oder der Grünen gestellt werden. Ihre Angaben gründen auf der jährlichen polizeilichen Statistik zur „Politisch Motivierten Kriminalität“ (PMK). Im Jahr 2017 wurden zum Beispiel 94 % der 1504 erfassten Taten rechtsextremen Tätern zugeordnet.

Das Verstörende an der Zahl der PMK-Statistik ist ihr offensichtlicher Widerspruch zur europäischen Realität, wie sie sich in vielen antijüdischen Gewalttaten der letzten Jahre darstellt.

Michael Utsch

Missbrauchsfälle in religiösen Mileus

Mehrere Skandale in ganz unterschiedlichen religiös-weltanschaulichen Milieus haben in den letzten Monaten dem öffentlichen Ansehen der Religionen geschadet. Übergreifend ging es dabei um den Missbrauch von Macht. Auch spirituelle Leiter scheinen entgegen ihren moralischen Ansprüchen und Lehren nicht davor gefeit zu sein.

Friedmann Eißler

Wertschätzung und Kritik

Zur Aufgabe des christlich-islamischen Dialogs

Die These, die diesem Artikel zugrunde liegt:

Wir brauchen einen gesellschaftlich solidarischen Gemeinsinn, der eine kritische – und selbstkritische – Auseinandersetzung nicht aus-, sondern einschließt. Wir brauchen dazu mehr Kenntnis voneinander und mehr Engagement des Respekts gegenüber dem jeweils Anderen. So können die gesellschaftlichen Veränderungen konstruktiv kritisch gestaltet werden.

Im Blick auf die theologisch-religiöse Dimension bedeutet das: Unterschiede wahrnehmen und respektieren (gegen Vereinnahmungsstrategien), Toleranz nicht auf die Forderung nach Anerkennung von Gemeinsamkeiten aufbauen, sondern auf den kritisch-solidarischen Umgang mit den Differenzen. Bei allen gemeinsamen Interessen: Respekt gegenüber der (inhaltlichen) Differenz!

Im Blick auf die gesellschaftspolitische Dimension bedeutet das: den freiheitlichen Rahmen unserer Gesellschaftsordnung ohne Wenn und Aber starkmachen, auch ganz im Sinne der positiven Religionsfreiheit, und tatsächlich auf Gemeinsamkeit bauen, nämlich auf gemeinsame Werte der Grundrechte und der Demokratie. Bei allen kulturell-religiösen Unterschieden: Respekt gegenüber der gemeinsamen gesellschaftlichen Aufgabe!

In eigener Sache

Die EZW auf Twitter und neues Informationsportal "Psychoszene"

Die EZW hat einen Account (@EZWBerlin) auf der Kommunikationsplattform Twitter eingerichtet. Durch die Nutzung von Twitter möchte die EZW einen weiteren Kommunikationsweg nutzen, um auf ihre fachlichen Einschätzungen über aktuelle Entwicklungen im religiös-weltanschaulichen Bereich hinzuweisen und vor allem mediale und politische Multiplikatoren gezielter zu erreichen.

Seit Ende 2017 ist auf der Internetseite der EZW das Projekt „Informationsportale“ im Aufbau. Zum Informationsportal „Islam“ kam jetzt ein weiteres hinzu: zum Thema „Psychoszene“.

Religiöse Aufklärung in der Flüchtlingsarbeit

(Faltblätter in mehreren Sprachen)
 

Themen: Islamismus in Deutschland, Die Zeugen Jehovas, Christlicher Fundamentalismus

Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Serbisch, Arabisch, Farsi|Persisch, Paschto, Urdu

Die Weltanschauungsbeauftragten der beiden großen Kirchen haben Texte herausgegeben, die in leicht verständlichem Deutsch und in einigen Muttersprachen der Geflüchteten über Religionsfreiheit und problematische religiöse Strömungen und Gruppen informieren.

Geflüchtete Menschen wissen meist wenig über die Rolle der Religionen und über religiöse Gruppen in Deutschland. Viele von ihnen werden aber bereits nach kurzer Zeit mit Einladungen von religiösen Gruppen konfrontiert. Leicht verständliche Texte in einfachem Deutsch sowie auf Arabisch, Paschto, Urdu, Farsi, Englisch, Französisch und Serbisch sollen Geflüchteten helfen, sich zu informieren und Orientierung zu finden. Darüber hinaus bieten sie eine solide Wissensgrundlage für die Verantwortlichen in der Flüchtlingsarbeit.

Die Texte behandeln den Islamismus in Deutschland, den christlichen Fundamentalismus und die Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen. Außerdem enthalten sie Basisinformationen zur religiösen Situation in Deutschland und zum Thema Religionsfreiheit. Sachlich informieren sie über den Glauben der missionierenden Gruppierungen und erklären deren Besonderheiten. Die Informationen sollen die Leser zum persönlichen Urteil befähigen und verhindern, dass die umworbenen Menschen sich unreflektiert an Gruppen binden, die negativen Einfluss auf ihre Integration ausüben können.

Herausgeber der Texte ist die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Kooperation mit der Konferenz der Diözesanverantwortlichen und Beauftragten für Weltanschauungsfragen in den römisch-katholischen Bistümern Deutschlands sowie der Konferenz der Landeskirchlichen Beauftragten für Sekten- und Weltanschauungsfragen in der EKD.

Linda fragt

Neu! Kurzvideos

"Linda fragt" – Erklärvideos aus der Weltanschauungsarbeit

"Linda fragt" – so heißt der neue YouTube-Kanal der evangelischen Weltanschauungsarbeit: https://bit.ly/2GhWHNQ. Speziell für junge Leute werden Themen knapp, informativ und verständlich aufgearbeitet. mehr

"Linda fragt" (Website)
Kontakt

Fragen zu einzelnen Themen?

Das EZW-Team und die landeskirchlichen Beauftragten für Weltanschauungsfragen helfen Ihnen gerne weiter.