Weltanschauungsarbeit

REMID feiert 30-jähriges Bestehen

Der Religionswissenschaftliche Medien- und Informationsdienst (REMID, www.remid.de) hat im Februar 2019 sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. REMID ist ein konfessionsungebundener Verein, der versucht, religionswissenschaftliche Forschungen zu Religionen und religiösen Bewegungen in die Öffentlichkeit zu tragen und auf diese Weise ein „friedliches und tolerantes Zusammenleben der Menschen und der verschiedenen Religionen zu fördern und gegenseitiges Verstehen und Respektieren zu ermöglichen“ (REMID-Satzung, 2012).

REMID grenzt sich von theologisch orientierter Religionsforschung ab und beansprucht, auf Basis einer empirischen und historisch-wissenschaftlichen Forschung Aussagen zu erstellen, die unabhängig von religiösen Anschauungen und Überzeugungen sind (vgl. REMID-Satzung, 2012). Diesen Anspruch und die Unterscheidung von konfessionsgebundenen Einrichtungen wie der EZW stellt REMID deutlich heraus und sieht darin vor allem eine Chance, „diskriminierende Elemente in Religionsbeschreibungen zu problematisieren oder einseitige Methoden, welche religiöse Urteile inkludieren, zurückzuweisen“ (www.remid.de, Rubrik „Der Verein“). Allerdings lässt sich kritisch fragen, ob die neutrale Analyse solcher Phänomene wirklich möglich ist oder ob es dagegen nicht transparenter ist, seine eigene religiöse oder weltanschauliche Bindung offenzulegen.

Unbestreitbar trägt REMID zu einem fach- und sachkundigen Gespräch über religiöse Phänomene und Entwicklungen bei und erleichtert vor allem Medien durch grafisch aufbereitete Statistiken von Mitgliederzahlen das Reden über Religionszugehörigkeiten in Deutschland. In diesem Sinn ist zu hoffen, dass REMID seine Arbeit auch weiterhin erfolgreich fortsetzen wird.


Hanna Fülling