Katharina Portmann
Auftakt-Event für „Vision2033“

Screenshot: YouTube Campus Deutschland TV https://www.youtube.com/watch?v=yi9T8Pu8Ahk&t=42s
Das Jahr 2033 ist für viele noch in weiter Ferne – nicht aber für manche evangelikale Christen. Für sie ist 2033 jetzt schon besonders. Denn es ist, wie die Initiatoren des Projekts „Vision2033“ herausstellen, das Jahr, in dem sich Tod und Auferstehung Jesu Christi zum 2000sten Mal jähren. Und was ist die evangelikale Vision für dieses Jubiläum? Man sich das Ziel gesetzt, „dass jeder Mensch in Deutschland bis zum Jahr 2033 von dieser lebensverändernden Botschaft hört und die Möglichkeit bekommt, Gottes Liebe persönlich zu erleben.“1
Um sich auf diese große Aufgabe vorzubereiten, fand am 12. Mai 2026 ein erster Online-Gebetsabend statt, der bundesweit auf dem YouTube-Kanal von „Campus Deutschland TV“ gestreamt wurde. Die ca. einstündige Veranstaltung bestand aus kurzen Impulsen und Gebeten von verschiedenen Leitungspersönlichkeiten aus der evangelikalen und charismatischen Bewegung in Deutschland, unter anderen: Dr. Reinhard Schink (Vorstandsvorsitzender der „Evangelischen Allianz Deutschland“), Werner Nachtigal (Evangelist), Dr. Evi Rodemann („Koalition für Evangelisation in Deutschland – Lausanner Bewegung“) und Bastian Decker („Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden“). Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Band von „Campus für Christus“ und dem Worship-Musiker Juri Friesen (Outbreakband).
„Vision2033“ umfasst nach eigenen Angaben in Deutschland aktuell ein Netzwerk von 90 Verbänden, Institutionen und Gemeinden unterschiedlicher Denominationen. Gestaltet wurde der Abend jedoch hauptsächlich von Akteuren, die dem Pfingstchristentum zuzuordnen sind. Katholische oder landeskirchliche Vertreter standen nicht auf der Bühne. Das Projekt ist eingebettet in die weltweite Evangelisationsbewegung „Global2033“, die bereits 2023 das „Jahrzehnt globaler Evangelisation“2 ausgerufen hatte und in der heute knapp 3000 Partnerorganisationen und Gemeinden weltweit zusammenarbeiten. Zu den deutschsprachigen Gründungspartner:innen zählten unter anderen: Peter Dippl (Mitbegründer von „Gathering in the Holy Spirit“/„Dienst für Juden und Muslime“), Andreas Sauter („Elijah21 – Dienst für Muslime in der Diaspora“/Global2033), Olaf Franke („Internationale Charismatische Beratung“, ICC), Werner Nachtigal (Präsident des „Go Movement“, „no limit e.V.“) und Dr. Thomas Schirrmacher (ehemaliger Präsident der „World Evangelical Alliance“).3 Das gemeinsame Ziel ist es, dass bis 2033 jeder Mensch von der gemeinsamen Mission erreicht wird. Dieses Thema setzte sich 2025 auch die General Assembly der „World Evangelical Alliance“ in Seoul, Korea. Das Ergebnis der Konferenz fasst die sogenannte „Seoul Declaration“ zusammen.4
Man darf gespannt sein, welche missionarische Dynamik sich in den nächsten sieben Jahren in Deutschland und weltweit entfalten wird. Der Gebetsabend am 12. Mai blieb mit 270 bis 300 digitalen Teilnehmer:innen hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück.
Katharina Portmann, 13.05.2026
Anmerkungen
- Vgl. Pressemeldung Evangelische Allianz Deutschland: https://www.ead.de/2026/april/27042026-vision2033-startet-mit-online-gebetsevent-fuer-deutschland/.
- Vgl. Pressemeldung Jesus Christus 2033: https://www.jc2033.world/de/blog/global-2033-110-christliche-leiter-starten-ein-jahrzehnt-globaler-evangelisation-1075.html.
- Vgl. Global 2033: https://www.global2033.org/partners.
- Siehe unter: https://gospelforeveryone.worldea.org/seoul-declaration/.



