Jeannine Kunert

Auswertung einer Umfrage zur Arbeit und zu den Publikationen der EZW

Im Sommer dieses Jahres startete die EZW eine dreimonatige Online-Befragung ihrer Leserinnen und Leser. Bereits auf dem Kirchentag in Dortmund hatten wir eine Vorab-Studie durchgeführt und anhand der Rückmeldungen zu diesem Fragebogen die Online-Befragung überarbeitet. Vom 2. Juli bis zum 1. Oktober 2019 konnten Sie an der Online-Umfrage teilnehmen. Wir legen großen Wert auf Datenschutz und haben die Daten vollständig anonym erhoben. Die wichtigsten Ergebnisse haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Insgesamt beteiligten sich 200 Personen an dem Unterfangen. Von 163 vollständigen Datensätzen stammen 34 von Frauen, das bedeutet, dass 79 % der teilnehmenden EZW-Nutzer männlich sind. 14 % von allen Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmern sind unter 40 Jahre und 73 % über 50 Jahre alt (s. Abb. 1). Die überwiegende Mehrheit verfügt über einen Hochschulabschluss (58 %) oder darüber hinaus eine Promotion (23 %) als höchsten Bildungsabschluss. Die befragten EZW-Leser sind zu 63 % evangelisch, 11 % katholisch, 9 % freikirchlich, 9 % andere/Sonstige, und 8 % gaben an, keiner Religion zugehörig zu sein.

Altersstruktur der Teilnehmenden

Abb. 1: Altersstruktur (niemand gab an, unter 18 Jahre alt zu sein).

Für uns war von besonderem Interesse, wozu unsere Texte und Materialien verwendet werden. Daher fragten wir, in welchen Bereichen diese genutzt werden. Hier sticht der Bildungsbereich besonders heraus (s. Abb. 2).

Von den EZW-Medien ist unter den Umfrageteilnehmenden der Materialdienst (MD) mit 91 % am bekanntesten, und die meisten von ihnen kennen die EZW über unsere Publikationen. Dagegen sind ihnen unsere digitalen Angebote (Homepage 80 % und Newsletter 77 %) weniger bekannt. Auf die Frage, ob der MD und die EZW-Texte als Print oder digital bevorzugt werden, stimmten 51 % beim MD und 56 % bei den EZW-Texten für die gedruckte Fassung. Knapp zwei Drittel der Befragten gab jedoch an, dass sie eine PDF-Fassung wahrscheinlich häufiger nutzen würden.

Verwendungsbereiche der EZW-Publikationen

Abb. 2: Verwendungsbereiche der EZW-Materialien (Mehrfachnennung möglich)

Qualität

Abb. 3: Qualität der EZW-Publikationen in Bezug auf Wissenschaftlichkeit, Verständlichkeit, Informationsgehalt

Interessenschwerpunkte

Abb. 4: Interessen der EZW-Leser (Gesamtergebnis, drei Nennungen möglich)

Für die Einschätzung des Erscheinungsbildes unserer Medien haben wir uns ebenfalls interessiert. Hier fragten wir, wie die Medien auf einer Skala von „stimme voll zu“ bis „stimme gar nicht zu“ als zeitgemäß, optisch ansprechend, sachlich und gut erfassbar eingeschätzt werden. Während Erfassbarkeit und Sachlichkeit mit Werten meist um die 80 % positiv beurteilt wurden, fiel die Einschätzung von Modernität und Optik – nicht völlig unerwartet – mit Zustimmungswerten unter 50 % und darunter deutlich schlechter aus. Den schlechtesten Zustimmungswert erhielt der MD in puncto zeitgemäß mit 33 % („stimme voll zu“ und „stimme eher zu“). Bei unserem jüngeren Publikum, d. h. bei den unter 40-Jährigen, schnitt das Erscheinungsbild der EZW-Medien im Vergleich zur Gesamtheit der Umfrageteilnehmer übrigens deutlich schlechter ab.

Den Kommentaren konnten wir entnehmen, dass für unsere Homepage ein „frischeres Aussehen“, „weniger Textwüste“ und eine verbesserte Suchfunktion im Archiv gewünscht werden. Auch in den Printmedien wünschen Umfrageteilnehmer sich ein „luftigeres Layout“. Wir wollen aber nicht verschweigen, dass es auch Stimmen gab, die den Status quo gut finden, getreu dem Motto: „Nur der Inhalt zählt.“

In Bezug auf die Qualität unserer Beiträge – Wissenschaftlichkeit, Verständlichkeit und Informationsgehalt – erhielten wir insgesamt sehr positive Rückmeldungen (s. Abb. 3), auch wenn in den Kommentaren die ein oder andere kritische Stimme auftauchte. Zwischen 83 % und 91 % der Umfrageteilnehmer bewerten die Qualität unserer Arbeit positiv bis sehr positiv.

Eine Frage, deren Ergebnisse das EZW-Team neugierig erwartete, war die nach den Interessenschwerpunkten (s. Abb. 4, Mehrfachnennungen waren möglich). Spitzenreiter waren in der Gesamtmenge mit Abstand die innerchristlichen Strömungen und Gruppen (64 %), gefolgt von Sondergruppen mit christlichem Hintergrund (44 %), Islam (40 %) sowie säkularen Heilsversprechen (Ernährung, Körperkult, Selbstoptimierung etc., 38 %) und säkularen Weltanschauungen (37 %). Jeweils ca. ein Drittel der Befragten interessierte sich zudem für die Themenbereiche Religion und Politik, Esoterik und Okkultismus sowie Neuoffenbarungen. Am wenigsten nachgefragt wurden Körpertechniken (17 %) und Hinduismus (8 %). Schaut man nur auf die Antworten der weiblichen Teilnehmenden, so liegen zwar auch hier die innerchristlichen Gruppen und Strömungen (50 %) und die säkularen Weltanschauungen (41 %) und Heilsversprechen (47 %) vorn, doch folgen ihnen dicht Esoterik (41 %) sowie psychologische Angebote und Psychogruppen (38 %).

Das EZW-Team bedankt sich an dieser Stelle bei allen, die sich die Zeit genommen haben, den Fragebogen auszufüllen. Wir sind besonders auch für die zahlreichen freundlichen Worte und nicht zuletzt für die kritischen Rückmeldungen dankbar, die konstruktiv in unsere Arbeit einfließen werden.