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Materialdienst 11/2005
Esoterik

Die aktuelle Debatte um Andrew Cohen

Der Amerikaner Andrew Cohen (vgl. MD 1/2005, 12ff) ging Mitte der 80er Jahre von der hinduistischen Lehre des Advaita Vedanta aus, die er inzwischen als „prämodern“ abqualifiziert. Heute vertritt der 49-Jährige eine postmoderne Theorie der „evolutionären Erleuchtung für das 21. Jahrhundert“. Unter dem Titel „Der Guru und der Pandit“ debattiert er diese in einer Endlos-Serie mit Ken Wilber, einem Idol der „integralen Philosophie“, im spirituellen Hochglanzmagazin „What Is Enlightenment?“ (WIE), dessen Herausgeber er ist. In Foxhollow bei Lenox/Massachusetts hat Cohens spirituelle Gemeinschaft, die sich Impersonal Enlightenment Fellowship (IEF) nennt, ihren Hauptsitz. Andere Zentren bestehen in Großbritannien, Dänemark, Frankreich, Australien und in den Niederlanden. Die Guru-Praxis, die das Leben in diesem internationalen Netzwerk prägt, wird seit einiger Zeit heftig kritisiert.

Nachdem bereits Cohens Mutter Luna Tarlo nach drei Jahren die „Community“ ihres Sohnes verließ und in „The Mother of God“ dortige „faschistoide“ Auswüchse anprangerte, beschrieb André van der Braak, früher WIE-Chefredakteur, seine Erlebnisse mit den Repressionen bei Cohen in „Liegestütz zur Erleuchtung“ (Winterthur 2004). Nach elf „Lehrjahren“ gelang dem Niederländer der Ausstieg und ein Neuanfang als Philosophie-Dozent an der Universität Amsterdam.
Verschiedene englischsprachige Internet-Foren bestätigen die Aktualität des Berichts van der Braaks, ohne dieses detailreiche Buch zu ersetzen. Zwischen August 2004 und Juli 2005 fand ein intensiver Dialog im „Factnet Message Board / Religious Cults and Sects“ statt, aus dem einige Beispiele zitiert seien:

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