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Materialdienst 4/2007
Josef N. Neumann

Die Sehnsucht des Menschen nach Heilsein

Krankheit und Heilung als kulturbestimmte Phänomene

Es ist häufig die Forderung an die Medizin zu hören, diese habe in ihrem therapeutischen Bemühen den ganzen Menschen in den Blick zu nehmen. Mit diesem Postulat wird gewöhnlich die einseitig naturwissenschaftlich-technische Auslegung im Therapieverständnis der modernen Medizin sowie deren mechanistisches Menschenbild kritisiert. Dabei wird nicht nur auf alternative Therapiemethoden hingewiesen, sondern auch auf solche, die aus einer anderen Kultur entnommen sind (z. B. chinesische Akupunktur, ayurvedische Medizin u.a.) oder in einem eindeutigen Bezug zu dem Bereich stehen, den wir Religion nennen. In diesem Kontext spielen Begriffe eine Rolle wie Geistheilung, Meditation, heilende Kraft der Spiritualität, oder es ist die Rede von der Bedeutung der Religion für die Gesundheit des Menschen und spiritueller Erfahrungen im Leiden und Sterben. Es wird der mögliche Beitrag der Spiritualität im klinischen Alltag sowie bei der Bewältigung von Krankheit und anderen Lebenskrisen diskutiert. Dabei geht es um den Anspruch von Heil und Ganzheit, eine holistische Sicht, die dem Bild vom fraktionierten, in Körper und Seele, einzelne Organe und Funktionen aufgeteilten Menschen der naturwissenschaftlich-technischen Medizin entgegengesetzt wird. Statistische Untersuchungen kommen auch zu dem Ergebnis: Religiöse Menschen sind weniger krank, müssen weniger häufig in ein Krankenhaus aufgenommen werden, haben im Durchschnitt einen niedrigeren Blutdruck und scheinen besser gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen geschützt zu sein.

Von daher stellt sich die Frage nach der Möglichkeit einer nachweisbaren Wirkung von Glaube und religiöser Überzeugung auf Heilverfahren.

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