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Materialdienst 1/2007
Andreas Fincke

Die Kabbalah-Zentren

Technologie für die Seele

Jede Zeit hat ihre Zauberworte. In ihnen verdichten sich die Sehnsüchte einer Epoche. „Macht“ (power) ist ein solches Zauberwort unserer Tage, aber auch „Energie“, „Kraft“ („Heil-Kraft“) usw. Man kann die Faszination dieser Zauberworte noch erhöhen, wenn man sie in Verbindung mit Formeln bringt, die religiösen Zusammenhängen entnommen sind und, besser noch, an vermeintlich religiöses „Urwissen“ anknüpfen (wollen). So weckt das „Wissen der Schamanen“ sogleich Interesse, für die „Heilkraft der Steine“ werben inzwischen sogar Drogeriemärkte und selbst im kirchlichen Kontext gehört die Reise zu „magischen Kraftplätzen“ gelegentlich zum Seniorenprogramm.

In den USA erlebte kürzlich eine Bewegung Zulauf, die einige solcher Zauberworte miteinander verbindet, nämlich „Power“, „Urwissen“ und „Kabbalah“. Und so wundert es nicht, dass in nahezu allen großen Buchhandlungen in den USA in den Abteilungen für Religion oder Spiritualität zahlreiche Bücher ausliegen, die um das Thema Kabbalah kreisen. Beim genaueren Hinsehen merkt man schnell, dass es hier nicht um die klassische, jüdische Kabbalah geht, sondern vielmehr um eine neuartige Adaption kabbalistischer Elemente durch den Zeitgeist. So ist fraglich, ob man diese Publikationen überhaupt noch jüdischer Religion und Philosophie zuordnen soll oder nicht eher dem Kontext esoterisch verbrämter Lebenshilfe. Da fast alle Moden, Trends und religiösen Ideen aus Amerika früher oder später auch in Westeuropa und Deutschland Einfluss gewinnen, lohnt ein Blick auf die genannten Publikationen und die dahinter stehende Organisation.

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