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Materialdienst 2/2007
Michael Utsch

Die Satsang-Szene zwischen Etabliertheit und Kritik

Die Angebotsvielfalt zur „Erleuchtung“, zum „Aufwachen“, zum „Ankommen ins reine Gewahrsein“ ist in den letzten zehn Jahren beständig gewachsen. Das Magazin „connection Spirit“, das diesen Trend publizistisch begleitet und fördert, veröffentlicht halbjährlich ein Verzeichnis aller Satsanglehrer, die im deutschen Sprachraum tätig sind. Knapp hundert Namen werden hier aktuell genannt, und auf den entsprechenden Internet-Präsenzen können nähere Informationen eingeholt werden.1

Wenn man sich klar macht, dass hinter jedem Satsanglehrer eine verbindliche Schülerschaft steht, die in manchen Fällen durchaus in kultähnlichen Strukturen organisiert ist, wird die Reichweite dieses Phänomens ersichtlich. Das Verzeichnis weist auf bekannte „global player“ wie die beiden Kanadier Eckhard Tolle und John de Ruiter hin.2 Auch amerikanische Lehrer wie Byron Katie, Eli Jaxon-Bear oder Gangaji werden genannt, die eine ansehnliche deutschsprachige Gefolgschaft haben. Es sticht jedoch ins Auge, dass eine der einflussreichsten Gruppen ungenannt bleibt: die Gemeinschaft um Andrew Cohen.3

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Anmerkungen

1 connection Spirit, Dezember 2006/Januar 2007.
2 Zu Tolle vgl. Michael Utsch, Satsang – ein neureligiöses Phänomen breitet sich aus, in: MD 8/2004, 304f; zu Ruiter vgl. P. Joosse, Silence, Charisma and Power: The Case of John de Ruiter, in: Journal of Contemporary Religion 21/3 (2006), 355-371.
3 Zu Andrew Cohen vgl. den Beitrag von Angelika Koller in MD 6/2005, 233-236.

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