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Materialdienst 11/2010
Neue religiöse Bewegungen

Sant Rajinder Singh in Berlin

Nach über zwölf Jahren stattete der Lebende Meister der „Wissenschaft der Spiritualität“ (WdS), Sant Rajinder Singh, Berlin wieder einen Besuch ab. Das großspurige Auto, das beim Postbahnhof im Osten der Stadt vorfährt, passt nicht so recht zu der freundlich lächelnden kleinen Gestalt, die von Hunderten von Menschen ehrfürchtig erwartet und fast feierlich empfangen wird. Der Satguru steht konkurrenzlos im Mittelpunkt – nicht nur dieser Veranstaltung, wie man im Gespräch mit Teilnehmenden erfährt. Dennoch setzt der 64-jährige Inder, dem man sein Alter kaum ansieht, offenbar nicht auf Showeffekte. Lehre steht im Vordergrund, tatsächlich. Ziemlich genau eine Stunde lang spricht der weiß gewandete Turbanträger (mit perfekter Übersetzung aus dem Englischen) über die glückverheißende und lebenswichtige Bedeutung der Meditation, ein häufiges Thema öffentlicher Vorträge. In der riesigen bestuhlten Halle wird das Geschehen in Großbild auf seitliche Leinwände projiziert. Alle Hautfarben, fast alle Altersstufen und wer weiß wie viele Nationalitäten sind im aufmerksam lauschenden Publikum vertreten. Ein Besucherprofil würde wohl allenfalls für höhere Bildung einen besonderen Schwerpunkt ausweisen. Viele verfolgen jedes Wort, indem sie mit zusammengelegten flachen Händen in Gebets- und Konzentrationshaltung verharren.

Meditation zur Stressreduzierung, zur Erhöhung der Konzentration, zur Besserung der Gesundheit und als Erfolgsrezept – all dies seien, so erfahren wir, mögliche positive Nebenwirkungen von Meditation, aber nicht eigentlich ihr Sinn und Ziel. Ziel sei es vielmehr, von den äußeren Sinneseindrücken quasi umzuschalten auf das Innere, auf die Seele, auf das, was die Menschen letztlich mit Gott bzw. dem Göttlichen verbindet. Wir seien wie beim Fernsehen ständig äußerlich am Zappen, vergäßen aber meist, uns innerlich auf den „Kanal Gottes“ einzustellen, der rund um die Uhr erreichbar sei und fließe.

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Friedmann Eißler

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