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Materialdienst 9/2002
Hinduismus

Hindu-Tempel in Hamm

(Letzter Bericht: 8/2002, 233ff, 243ff) Am 7. Juli 2002 wurde unter Beteiligung von ca. 6000 Gästen u.a. aus dem Ausland der Sri Kamadchi Ampal Tempel in Hamm eingeweiht, der größte tamilisch-shivaitische Tempel in Europa. Der Bau der Tempelanlage auf einem Grundstück von ca. 700 m2 in einem Gewerbegebiet (in Nachbarschaft des Baustoffhändlers Ytong und des Kohlekraftwerks, der Firma Dupont und des Schlachthofs Westfleisch) erfolgte mit Unterstützung der Stadt Hamm und begann bereits im Jahr 1997 - zunächst gegen den Widerstand von Teilen der Bevölkerung. Heute ist das Gebäude auf eine Größe von 27 mal 27 Metern angewachsen und wird von einem 17 Meter hohen Turm über dem Tempeleingang gekrönt.

Die Göttin Sri Kamadchi Ampal oder Kamakshi Ampal (die "Lustäugige") ist eine der etwas weniger prominenten Göttinnen aus dem shivaitischen Pantheon, dies tut aber der Bedeutung und Popularität des Hammer Tempels keinen Abbruch, der nun einen wichtigen Kristallisationspunkt für die ca. 60 000 srilankischen Tamilen in Deutschland bieten wird. Bereits seit 1993 hatte es regelmäßige Jahresfeste mit Umzügen, ausgehend von einem Vorgängertempel in einem Hammer Wohngebiet, gegeben. Seit 1997 fanden diese Feste einschließlich Umzug mit dem prächtig geschmückten Prozessionsbild der Göttin vom im Bau befindlichen neuen Tempel aus im Gewerbegebiet statt, mit jährlich wachsender Beteiligung: Nachdem 1996 ca. 4000 Teilnehmer gezählt wurden, stieg die Zahl seit 2000 auf mehr als 10 000. Die Hindu-Gemeinde in Nordrhein-Westfalen allein zählt ca. 3000 Menschen. Der Tempel in Hamm wird von ca. 180 Götterstatuen geziert, die u.a. den elefantenköpfigen Ganesha und Subramania (Sohn Shivas) darstellen sowie Shiva selbst, Lakshmi und Narayana.

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Ulrich Dehn

 

 

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