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Materialdienst 3/2002
Gesellschaft

Demoskopen registrieren zunehmenden Glauben an Gespenster und böse Geister

Demoskopen registrieren zunehmenden Glauben an Gespenster und böse Geister. Jeder zehnte Westdeutsche soll nach demoskopischen Erkenntnissen an Gespenster glauben. In Ostdeutschland sind es hingegen nur drei Prozent. Dies erbrachte das Ergebnis einer Umfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach Mitte Januar 2002 veröffentlicht hat ("allensbacher berichte" 1/2002). Befragt wurden insgesamt 2030 Personen im Alter ab 16 Jahren.

Der Umfrage zufolge sollen es in Ost und West vor allem Frauen sein, "die für solche paranormalen Phänomene offen sind". So gaben 11 Prozent der Frauen an, dass sie an die Existenz von Gespenstern glauben, 12 Prozent gehen davon aus, dass "böse Geister Einfluß auf uns haben". Ganz anders fällt das Umfrageergebnis im Blick auf die Gruppe der Männer aus: Nur fünf Prozent der Männer bekennen sich zum Gespensterglauben und lediglich vier Prozent rechnen mit bösen Geistern.

Besonders die Altersgruppe der Frauen zwischen 16 und 29 Jahren scheint mit dem Wirken böser Geister zu rechnen. So glauben 20 Prozent der jungen Frauen, "daß böse Geister hier auf Erden und unter Menschen ihr Unwesen treiben". Dabei ginge es in diesem Fall - so das Allensbacher Institut - weniger um einen Gruseleffekt, der sich "vielleicht beim Anhören einer romantischen Gruselgeschichte" einstellen mag: Rund die Hälfte der Frauen, die an die Existenz von Gespenstern und von bösen Geistern glauben, gab zu, "daß sie sich manchmal richtig vor diesen Geistern und Spukwesen fürchtet".

Matthias Pöhlmann

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