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Materialdienst 10/2002
Theosophie

100 Jahre Theosophische Gesellschaft Adyar in Deutschland

(Letzter Bericht: 7/2002, 217f) Für den kritischen Beobachter war das Evangelische Johannesstift in Berlin-Spandau, von 1926 bis 1937 zeitweiliger Sitz der Apologetischen Centrale, ein außergewöhnlicher Ort für die Festveranstaltung einer esoterisch geprägten Bewegung: Am 20. Juli 2002 beging die Theosophische Gesellschaft Adyar in Deutschland im dortigen Festsaal ihr einhundertjähriges Jubiläum sowie ihre mehrtägige "Sommerschule". Wie die Berliner Generalsekretärin der deutschen Sektion, Elisabeth Schmidt, mitteilte, fand das Treffen "aufgrund der offiziellen Anerkennung unserer Gesellschaft in Berlin im Jahre 1902 ... ausnahmsweise in Berlin statt". Zu diesem Ereignis war die seit 1980 amtierende Internationale Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft, Radha Burnier, eigens nach Berlin gereist. Wie sie in ihrem Grußwort anlässlich einer kleinen Ausstellung mit älteren Fotos und Dokumenten zu den sog. "Sommerschulen" von Jungtheosophen hervorhob, habe die deutsche Sektion "viele dramatische Erfahrungen" durchleben müssen. Frau Burnier bezog sich dabei vor allem auf die Zeit des Nationalsozialismus, in der die Theosophische Gesellschaft zwischen 1935 und 1945 verboten war. Auch die Teilung Deutschlands brachte das Wirken der Theosophischen Gesellschaft im östlichen Teil zum Erliegen.
 
Dass die Theosophische Gesellschaft Adyar sich nicht nur als universalreligiöse ("Keine Religion ist höher als die Wahrheit"), sondern auch als internationale Bewegung versteht, wurde durch die Anwesenheit der rund 80 Tagungsteilnehmer u.a. aus Deutschland, Österreich, Norwegen, Belgien, Dänemark, Portugal, Slowenien, Italien und Brasilien deutlich.

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Matthias Pöhlmann

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