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Materialdienst 7/2002
Buddhismus

Mitgliedschaft von Sôka Gakkai in Dachverbänden

(Letzter Bericht: 12/2001, 417f) Die buddhistische Gruppe Österreich Sôka Gakkai International ist in den Dachverband Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft aufgenommen worden und erscheint in deren Programmheft Januar (Jänner) - März 2002 erstmals mit einer Selbstvorstellung, u. a. mit der Anschrift ihres Kulturzentrums Villa Windisch-Grätz in Wien. Ein ähnlicher Schritt wurde in Italien für die dortige SG-Gruppe vollzogen. Die weltweiten Sôka-Gakkai-Gruppen sind organisatorisch über die zentrale Sôka Gakkai International mit Geschäftsstelle in Tokyo miteinander verknüpft und sind Teil der in Japan starken, im Ausland jedoch wenig bekannten Nichiren-Tradition des japanischen Mahayana-Buddhismus. Die Lehre der SG bezieht sich schwerpunktmäßig auf das Denken Nichirens, insbesondere die Entfaltung der "10 Welten" als Stadien auf dem Wege der Buddha-Werdung, sie befindet sich aber in den letzten Jahren in einem intensiven Diskussionsprozess und im Austausch mit anderen buddhistischen Traditionen. Dies hat auch dazu geführt, dass in der neueren Diskussion eine stärkere Einbeziehung traditionellen buddhistischen Denkens stattfindet. Im Zentrum steht die Auslegung der Lotus-Sutre, einer der wichtigsten Grundlagen des ostasiatischen Buddhismus. Ihre Titelzeile "Namu Myoho Renge Kyo" ist das Hauptmantra der SG, und ein von Nichiren geschaffenes kalligraphisches Mandala dieses Mantras ist ihr Hauptverehrungsgegenstand (Gohonzon). In Deutschland ist bisher kein Aufnahmeantrag an die Deutsche Buddhistische Union gestellt worden; es findet ein diesbezüglicher Diskussionsprozess innerhalb der SG statt, der auch in ihrer Zeitschrift "Forum" offen dokumentiert wurde.

Ulrich Dehn

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