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Materialdienst 11/2002
Matthias Pöhlmann

Den Astrologen auf der Spur

Neue Ergebnisse einer Befragung

Spätestens seit den achtziger Jahren zeichnet sich beim Deutschen Astrologen-Verband (DAV) mit derzeit rund 1000 Mitgliedern1 ein neuer Trend ab: Mit Umfragen und Untersuchungen will er mehr über die "Berater-Praxis" der eigenen Zunft erfahren und gleichzeitig für eine Verbesserung entsprechender "Dienstleistungsangebote" sorgen.2 Sein vorrangiges Ziel als eine Art "Berufsfachverband" ist dabei die "Qualitätssicherung" astrologischer Lebenshilfe-Angebote. Eine neueste Umfrage, die der DAV unter seinen Mitgliedern durchgeführt hat, gibt interessante Einblicke in die astrologische Praxis und in die weltanschaulichen Überzeugungen von Astrologen. Die Fragebogenuntersuchung wurde im Jahr 2000 nach entsprechenden Vorarbeiten von Detlef Hover, dem 1. Vorsitzenden des DAV und Leiter des Instituts für Astrologie und Psychologische Esoterik in Stuttgart, durchgeführt. Hover hat die Einzelergebnisse in "Meridian - Fachzeitschrift für Astrologie" ausgewertet.3 Er schätzt, dass in Deutschland etwa 6000 bis 8000 Astrologen tätig sind und jährlich etwa 72 bis 96 Millionen DM erwirtschaften.4

1. Statistisches zur "astrologischen Beratungspraxis"

Die Umfrage des DAV fühlt sich den "berufspolitischen Interessen und Fragen der Verbandsarbeit" verpflichtet. Ziel dieser Untersuchung soll es nach Hover sein, "die Einstellung von Astrologen zu ihrer eigenen Disziplin zu erfassen, ihren Umgang mit spezifischen fachlichen Themen - speziell auch der astrologischen Beratung - zu untersuchen, sowie Zusammenhänge zu globalen, weltanschaulichen Meinungen und Positionen herzustellen". Insgesamt haben sich 162 Personen an der Umfrage beteiligt. Zum Zeitpunkt der Befragung zählte der DAV 921 Mitglieder. Ihnen wurde ein Fragebogen mit insgesamt sieben Rubriken vorgelegt: Erfahrungen mit der Astrologie, Astrologische Tätigkeiten, Astrologische Methoden, Astrologische Selbstbeschreibung, Einstellung zur Astrologie, Weltanschauliches, Angaben zur Person. 62,1 % der Befragten sind Frauen, das Durchschnittsalter beläuft sich auf 46,5 Jahre. Bei den Befragten überwiegt die gehobene Bildung: Die Hälfte verfügt über einen Fach- oder Hochschulabschluss. Besonders stark - mit 49,2 % ! - sind die Angestellten und Beamten repräsentiert.

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Anmerkungen

1 Vgl. die Angabe unter www.dav-astrologie.de.
2 Edgar Wunder, Die Astrologie ringt um ihre Institutionalisierung, in: MD 3/2001, 91-97.
3 Detlef Hover, Astrologie und Beratung. Ergebnisse einer Befragung unter Astrologen, in: Meridian 5/2001, 44-48; ders., Astrologie und weltanschauliche Fragen. Ergebnisse einer Befragung unter Astrologen, in: Meridian 1/2002, 48-54.
4 Detlef Hover, Astrologie und Beratung, 48.

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