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Materialdienst 11/2002
Freigeistige Bewegung

Keine Lobby. Nirgends

(Letzter Bericht: 10/2002, 313f) Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA) ist ein kleiner, jedoch auffallend reger kirchenkritischer Verein, der die Interessen der Konfessionslosen und Atheisten in Politik und Gesellschaft vertreten möchte. Obwohl der Verein nur etwa 300 Mitglieder hat, sieht er seine politische Aufgabe darin, die Trennung von Staat und Kirche bzw. Religion "konsequent voranzutreiben" und die Öffentlichkeit "über Wesen, Funktion, Strukturen und Herrschaftsansprüche von Religionen und Kirchen aufzuklären". (Weitere Informationen zum Thema in: A. Fincke, Freidenker - Freigeister - Freireligiöse, EZW-Text 162, Berlin 2002.) Wichtigstes publizistisches Standbein des IBKA ist das vierteljährlich erscheinende Magazin "MIZ - Materialien und Informationen zur Zeit. Politisches Magazin für Konfessionslose und AtheistINNen". Die Zeitschrift hat eine Auflage von etwa 1100 Exemplaren.

Im Vorfeld der Bundestagswahl vom Herbst 2002 hatte der IBKA die im Bundestag vertretenen Parteien angeschrieben und nach ihren Vorstellungen für die weitere Gestaltung der Beziehungen von Staat und Kirche sowie nach Ansprechpartnern für Konfessionslose gefragt. Konfessionslos ist mittlerweile etwa jeder dritte Einwohner Deutschlands, eine Interessenvertretung bzw. eine "Lobby" habe diese Bevölkerungsgruppe jedoch nicht - darauf zielt offenbar diese zweite Frage.

Wie der IBKA im Internet mitteilt, sei das Ergebnis der Umfrage "ernüchternd": Die Konfessionslosen würden von den Parteien "nicht wahrgenommen" und die Trennung von Staat und Kirche sei für alle Parteien "kein Thema".

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Andreas Fincke

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