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Materialdienst 5/2012
Charismatische Bewegungen

Anskar-Kirche Hamburg als Gastmitglied in die regionale ACK aufgenommen

Eine kleine Notiz in der Zeitschrift der Hamburger ACK lenkte im November 2011 die Aufmerksamkeit auf ein für die Kirchenlandschaft im Norden unerwartetes ökumenisches Geschehen: Die Anskar-Kirche Hamburg wurde einstimmig als Gastmitglied in die regionale Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg (ACK-Hamburg) aufgenommen. Bereits kurz nach dem entsprechenden Vollversammlungsbeschluss hat die Anskar-Kirche diese Information auf ihrer Homepage verbreitet (www.anskar-hamburg.de). Damit ist das vorläufige Ende eines Weges markiert, der vor über 23 Jahren mit einer Abspaltung von der Nordelbischen Kirche (NEK) begann.

Damals – im September 1988 – verließ Pastor Wolfram Kopfermann die NEK, um eine neue Kirche zu gründen. Bereits in den 1970er Jahren hatte Kopfermann sich in Bayern charismatischer Frömmigkeit geöffnet; seine erste Pfarrstelle hatte er in der Nähe des bis heute für Tagungen der charismatischen Bewegung bekannten Schlosses Craheim. 1974 wechselte er als Pastor an die Hamburger Hauptkirche St. Petri und übernahm 1978 die bundesweite Leitung des Koordinierungsausschusses des Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der evangelischen Kirche (GGE). Zu den sonntäglichen charismatisch geprägten Heilungsgottesdiensten kamen zunehmend mehr Teilnehmer; in den 1980er Jahren waren es oft mehr als 1000 Menschen. Glaubenskurse wurden regelmäßig von 200 bis 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht. Als die Arbeit in St. Petri zu immer stärkeren innergemeindlichen Spannungen führte und auch seine persönliche Entwicklung Kopfermann immer mehr von der Volkskirche und dem von ihm als „Einfallstor des Synkretismus“ bezeichneten Pluralismus innerhalb der NEK entfernte, kam es schließlich zum Bruch.

Ca. 500 Gemeindeglieder folgten ihm in die mit rund zehn Hauptamtlichen startende neue Kirche. Rasch wurden Tochtergemeinden (zwei in Hamburg sowie je eine in Wetzlar und Hochheim/Taunus) gegründet, das nach wie vor bestehende Anskar-Kolleg zur Pfarrerausbildung wurde ins Leben gerufen. In Hamburg fand die neue Kirche für die Hauptniederlassung innenstadtnah ein Zuhause.

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Jörg Pegelow, Pinneberg

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