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Materialdienst 8/2008
Islam

Ausbildung für Islamischen Religionsunterricht

Die Universität Osnabrück hat einen Lehrstuhl für Islamische Religionspädagogik eingerichtet, dessen Inhaber, Bülent Uçar, jetzt offiziell vorgestellt wurde. Der gebürtige Oberhausener hat den Masterstudiengang bereits seit seinem Beginn zum Wintersemester 2007/2008 verwaltet. Uçar (Jahrgang 1977) studierte Rechts- und Islamwissenschaften in Bochum und Bonn, wo er 2005 mit einer Dissertation zum Thema „Recht als Mittel zur Reform von Religion und Gesellschaft – Die türkische Debatte um die Scharia im 20. Jahrhundert“ promoviert wurde. Der neue viersemestrige Ergänzungsstudiengang bildet islamische Religionslehrerinnen und -lehrer für Grund-, Haupt- und Realschulen aus. Zu den Lehrinhalten gehören unter anderem die Glaubensgrundlagen des Islam, ein Überblick über die islamische Geschichte sowie islamische Ethik.

Das Land Niedersachsen strebt nach Angaben von Kulturminister Lutz Stratmann die Einführung von islamischem Religionsunterricht auf der Basis des Grundgesetzes an. Man gehe von einem hohen Bedarf an gut ausgebildeten Lehrkräften aus. Allein in Niedersachsen gibt es nach Auskunft des Ministers derzeit mehr als 45 000 muslimische Schüler.

Osnabrück ergänzt das Spektrum der islamischen religionspädagogischen Ausbildung in Deutschland, die bisher schwerpunktmäßig in Münster (Centrum für Religiöse Studien, Prof. Dr. Muhammad S. Kalisch, seit 2004) und in Frankfurt (Stiftungsprofessur für Islamische Religion, gestiftet vom Türkischen Präsidium für Religiöse Angelegenheiten, Prof. Dr. Ömer Özsoy, seit 2005) wahrgenommen wurde.

Links:
www.islamischer-religionsunterricht.uos.de;
www.uni-muenster.de/ReligioeseStudien/Islam/index.html;
www.evtheol.uni-frankfurt.de/islam/profil/index.html.

Friedmann Eißler

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