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Materialdienst 12/2008
Esoterik

Nachruf auf die Baseler "Psi-Tage"

(Letzter Bericht: 1/2006, 32f) Man hat es kommen sehen und kann es doch eigentlich noch gar nicht fassen: Die Basler „Psi-Tage“, einstmals das mitteleuropäische Stelldichein der Heiler und Hellsichtigen, Medien und Meister, Sensitiven und Selbstdarsteller, wird es nicht mehr geben. Nicht einmal das 25-jährige Jubiläum – obwohl groß angekündigt – wurde erreicht, geschweige denn gefeiert. Und auch der Versuch, mit Sommerveranstaltungen im nahen Rheinfelden das Interesse wachzuhalten, hat nichts gefruchtet.

Woran liegt es? Den „Psi-Tagen“ scheint – so seltsam das klingen mag – die breite Akzeptanz der Gebrauchsesoterik zum Verhängnis geworden zu sein. Angesichts des Umstands, dass es esoterische Angebote in fast jeder Illustrierten und in jeder Buchhandlung gibt, dass „Engelläden“ auch in kleineren Städten zu finden sind und dass sowieso alles in erschöpfender Fülle im Internet zu haben ist, braucht man keinen Jahreskongress – schon gar keinen, bei dem solch horrende Eintrittsgebühren verlangt werden. „In den letzten Jahren“, so die Veranstalter in ihrer Abschiedsbotschaft (www.psi-tage.ch/index2.html), „nahm ... die Zahl der Besucher ab, die kamen, um sich einen Überblick über das Thema zu verschaffen. Das Interesse an der Auseinandersetzung mit den Hintergründen und Erklärungen der Phänomene ist gesunken. Dies hängt zumindest teilweise mit dem verbesserten Kenntnisstand zusammen. Viele Besucher hatten schon ein Grundwissen und wollten nur einzelne Aspekte vertiefen, die ihnen besonders wichtig erschienen. Immer öfter stellten wir fest, dass Besucher nur wegen eines oder zwei Referenten zu uns kamen. Mittlerweilen gibt es jedoch eine Vielzahl von esoterischen und spirituellen Kongressen und Messen, auf denen viele dieser prominenten Referenten zu hören sind.“

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