publikationen_keyvisual.jpg
Materialdienst 3/2008
Helmut Obst

Stammapostolische Theokratie in der Neuapostolischen Kirche

Johann Gottfried Bischoff (1871-1960) - Retter und Garant

Am 6. November 2007 erschien eine 55 Seiten umfassende Studie „Die Neuapostolische Kirche von 1938 bis 1955. Entwicklungen und Probleme“. Verfasst wurde sie von dem 1999 gegründeten Arbeitskreis „Geschichte der Neuapostolischen Kirche“ unter der Leitung von Apostel Walter Drave, herausgegeben von der Neuapostolischen Kirche International.

Es verwundert und ist methodisch kaum zu vertreten, dass nicht zuerst die allgemeine Geschichte der Neuapostolischen Kirche (NAK) in der Zeit des Nationalsozialismus, die maßgeblich von Bischoff mitgestaltet wurde, Aufarbeitung fand. Sie bildet ja in vielen Punkten die Grundlage der Entwicklungen und Probleme nach 1945 und wird nochmals ein eigenes Licht auf die Persönlichkeit und das Wirken Johann Gottfried Bischoffs werfen. Die nun vorliegende Studie über die NAK in der Zeit von 1938 bis 1955 hat innerhalb und außerhalb der NAK zum Teil heftige Reaktionen ausgelöst – und das mit Recht, stellt sie doch im Kern eine nachdrückliche Rechtfertigung des umstrittensten Stammapostels Johann Gottfried Bischoff und seiner Botschaft vom Wiederkommen Jesu Christi noch zu seinen Lebzeiten dar. In der Amtszeit Bischoffs (1930-1960) kam es zu den größten Abspaltungen von der NAK in Mitteleuropa.

Zunächst sei betont, dass die Studie aus der Sicht der Forschung durchaus Interessantes bringt. Es kann hier nicht erschöpfend auf diese Arbeit eingegangen werden. Wir müssen uns auf einige grundlegende Aspekte beschränken. Vom Ansatz und vom Quellenmaterial her bricht sie mit dem lange Zeit für neuapostolische Kirchengeschichtsschreibung geltenden Prinzip, eine ideale Reich-Gottes-Geschichte im Stil von Heiligenlegenden zu schreiben. Der Leser kann einen Blick hinter die bisher nach außen fast makellos erscheinende Fassade der NAK in der Ära Bischoff werfen.

Lesen Sie weiter im Materialdienst.

Inhaltsverzeichnis, Bestellung und Download

Materialdienst Archiv

Die Ausgaben der Jahrgänge 1970-2015 sind für alle Internetnutzer als pdf-Dateien abrufbar.

Eine schnelle Orientierung bieten die Jahrgangsübersichten mit den Schwerpunktthemen, die einzelnen Ausgaben sind über vollständige Inhaltsverzeichnisse erschlossen.

Allen, die den Materialdienst abonniert haben, stellen wir die aktuelle Ausgabe am Anfang des Monats zusätzlich als pdf-Datei zur Verfügung. Außerdem ist ein exklusiver Zugang zu den jeweils letzten zwei Jahrgängen (2016 u. 2017) eingerichtet.

Materialdienst abonnieren

So verpassen Sie keine Ausgabe: Abonnieren Sie den Materialdienst!