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Materialdienst 11/2001
Reinhard Hempelmann

Die Prägekraft der Religionen und die Friedensaufgabe der Kirchen

Obgleich es in den letzten Jahren zahlreiche terroristische Geiselnahmen, Selbstmordattentate und Akte sektiererischer Selbst- und Fremdvernichtung gab, stellen die Terroranschläge in New York, Washington und Pennsylvania ein in dieser Intensität und Brutalität bisher nicht da gewesenes Novum dar. Es ist noch nicht lange her, dass der sog. „Millenniumswechsel“ die Herzen der Menschen bewegte und von zahlreichen säkularen und religiösen Futuristen als Kristallisationspunkt für Hoffnungen und Ängste aufgegriffen wurde. Die öffentliche Debatte der letzten Monate war durch den biowissenschaftlichen Fortschritt geprägt, der optimistische Visionen von einer heilen Welt und einem unbeschädigten, von Krankheit und Leid verschonten Leben nährte. Der 11. September hat schmerzlich in Erinnerung gerufen, dass es auch im 21. Jahrhundert kein historisches Ende der destruktiven Möglichkeiten des Menschen gibt. Mit diesem Tag ist das Bewusstsein der äußeren und inneren Gefährdung des individuellen und gesellschaftlichen Lebens zurückgekehrt. Es gehört zum christlichen Realismus, Gefahren und mögliche Katastrophen nicht zu verdrängen. Zugleich entspricht es der Hoffnung der Christen, mit einer Ethik der Verantwortung verbunden zu sein und nach einem christlichen Beitrag zur Überwindung der Gewalt und zur Förderung und Sicherung des Friedens zu fragen. Auf der Tagesordnung der politischen Debatte steht freilich auch die Frage nach der Prägekraft der Religionen, nach ihrem Friedens- und Gewaltpotential. Die folgenden Überlegungen versuchen dazu beizutragen.

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