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Materialdienst 3/2011
Hinduismus

"Next Exit Nirvana" - ein Dokumentarfilm über das Pilgerfest Kumbh Mela

Das Sanskrit-Wort Mela bedeutet Versammlung, Kumbh heißt Krug, Gefäß, Gral. Gemäß dem Festmythos zur Kumbh Mela fielen beim Kampf der Götter gegen die Dämonen um ein Gefäß voll Amrita (Unsterblichkeitstrank) vier Tropfen herab. Wo sie auf die Erde getroffen sein sollen, existieren spätestens seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. Pilgerorte. In einem Zwölf-Jahres-Zyklus besuchen die Frommen Allahabad, wo sich Ganges, Yamuna und Saraswati vereinen (zuletzt 2001, wieder 2013), Ujjain an der Ksipra (2004, 2016), Nasik am Fluss Godavari (2007, 2019) und Haridwar, wo der Ganges aus dem Himalaya in die Ebene eintritt (2010, 2022). Die Rotation beruht auf astrologischen Daten, etwa Jupiter-Konstellationen.

Ziel der Pilger ist es, durch ein Bad in den heiligen Wassern ihr Karma zu reinigen und die Last der Wiedergeburt zu mindern, am besten Moksha zu erlangen, Befreiung, den Ausgang ins Nirvana (vgl. www.kultur-in-asien.de/Feste/kumbhmela.htm).

Eine besondere Kumbh-Mela-Attraktion ist die Präsenz zahlreicher Heiliger: Gurus, Swamis, Sadhus, Philosophen und Asketen sind durch die Wasserkrüge charakterisiert, die sie mit sich tragen. Man könnte sie selbst als Krüge voll Amrita, Gefäße der Weisheit definieren, wäre heute nicht auch viel Kommerz im Spiel.

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Angelika Koller, München

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