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Materialdienst 7/2011
Esoterik

Optimismus vor 2012 beim ersten "Cosmic Cine Filmfestival"

Die Ratio löse ein Problem und schaffe damit zehn neue, konstatierte Christian Strasser in seiner Eröffnungsrede zum Cosmic Cine Filmfestival (CCF). Bevölkerungswachstum, Staatsschulden, Rohstoffverbrauch und das nahe Ende aller Ressourcen sowie die Grenzen des Denkens forderten einen Paradigmenwechsel wie Luthers Thesenanschlag. Wissenschaft und Spiritualität sollten sich ergänzen, der Mensch solle Verantwortung für das große Ganze übernehmen, eine Transformation des Egoismus zu Respekt, Demut und Kooperation müsse erfolgen. Vor diesem Hintergrund will Strasser, vormals Spitzenmanager beim „Time Life“-Verlag, später bei der Verlagsgruppe Ullstein-Heyne-List, jetzt Chef des Scorpio-Verlags, sein Engagement beim CCF verstanden wissen.

Als „erstes Premium-Festival“ präsentierte das CCF ausschließlich das Genre „Bewusstseins- und Transformationsfilm“ (vgl. das Programm auf www.cosmic-cine.com). Zwischen dem 27. April und dem 25. Mai 2011 wurden je eine Woche lang 30 Dokumentar-, Spiel- und Kurzfilme in den vier Regionen München, Bonn-Bad Godesberg, Mannheim-Heidelberg und Frankfurt-Wiesbaden gezeigt, darunter ältere Klassiker („Indigo“ von 2003, „Die Siedler“ von 2004), überwiegend aber Produktionen aus den letzten beiden Jahren. Sie thematisieren grundsätzliche Fragen: „Wie geht es mit der Menschheit weiter? Wohin geht die Reise auf unserem Raumschiff Erde? Wie können wir unser persönliches Glück zur Entfaltung bringen?“ Als Beispiele, wie man mit diesen Fragen umgeht, seien einige der zum Teil deutlich zeitkritischen und sehenswerten Filme genannt: „Die Ware Wahrheit und der mediale Widerstand im Internet“, „2012 – Time For Change“, „R-Evolution 2012“, „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“, „Rebellen der Weisheit“, „David Wants to Fly“, „Problema“ oder „Die Gabe – Warum wir hier sind“. Dazwischen liefen auch stillere Produktionen wie „Schwingung und Gesundheit“, „Spiritual Healing“, „Orbs – Der Schleier hebt sich“ oder „Den Engeln auf der Spur“.

Spiritualität, Jenseitsvorstellungen, Heilung, unerklärliche Phänomene oder Fragen des Lebensstils, welche Esoterik und New Age im 20. Jahrhundert beschäftigten, werden von den Filmen nicht ausgeklammert, doch wird „in der Mitte der Gesellschaft“ (Strasser-Rede) inzwischen vieles toleriert, was vor 30 Jahren noch verteidigt werden musste. Filmschaffende und CCF-Veranstalter meiden heute banal gewordene Vokabeln und bekennen sich zur „Transformations-Kultur“. Man hat seinen Ken Wilber gelesen, Stuttgart 21, Cyberattacken und Fukushima erlebt. Drängender als isolierte Selbstverwirklichung scheinen menschheitlich-global-kosmische Themen.

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Angelika Koller, München

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