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Materialdienst 5/2011
Johannische Kirche

Ein Gottesdienst der Johannischen Kirche in Berlin

(Letzter Bericht: 3/2008, 10ff) Die Johannische Kirche zählt mit rund 3000 Mitgliedern zu den kleineren christlichen Sondergemeinschaften. Oberhaupt ist Josephine Müller, die Enkelin des Gründers Joseph Weißenberg. In Berlin und Brandenburg gibt es zwei große Zentren: die Friedensstadt in Glau bei Trebbin und das St.-Michaels-Heim im Grunewald in der ehemaligen Mendelssohn-Villa. Deren Kauf und Umbau wurde nach der Enteignung der Friedensstadt durch die Nationalsozialisten notwendig. Erst 1994 erfolgte die Rückgabe der Friedensstadt an die Johannische Kirche. Ein weiteres Zentrum liegt in der Fränkischen Schweiz.

An einem Sonntag im Februar 2011 bot sich einer Gruppe aus Mitarbeitern und Praktikanten der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) die Möglichkeit, das St.-Michaels-Heim zu besichtigen und an einem Gottesdienst teilzunehmen.

Das zentrale Gebäude bildet die alte Mendelssohn-Villa, von der man aber nur noch den Eingangsbereich im Originalzustand belassen hat. In ihr befinden sich ein Gästehaus, ein Restaurant und Café, Verwaltungsräume und die ausgedehnten Gemeinderäume. Zu diesen gehören die Kirche, ein Theater und Kino, ein Gemeindesaal mit Bar, ein Jugendraum und ein Musikzimmer. In den Nebengebäuden befinden sich u. a. Arztpraxen, eine Einrichtung, die nach dem Prinzip der SOS-Kinderdörfer arbeitet, eine Kindertagesstätte, eine Sporthalle und ein Verkaufsladen für Produkte, die in der Fränkischen Schweiz produziert werden. Das St.-Michaels-Heim ist zu einer „Stadt in der Stadt“ geworden.

Der große Kirchenraum mit Empore ist – wie ein Großteil der restlichen Mendelssohn-Villa – seit einer Renovierung zwischen 1957 und 1967 im Stil der 1960er Jahre mit viel Holz gestaltet. Hinter dem Altar befindet sich eine weite Fensterfront, die den Blick auf den Garten ermöglicht. Der Altar prägt den Raum. Er besteht aus drei unterschiedlich großen Holzebenen, wobei auf jeder Ebene ein Name steht. Von unten nach oben sind dies: Moses, Jesus Christus und Joseph Weißenberg. Dessen Bild findet sich auch an der rechten Seitenwand. Auf beiden Seiten neben dem Altar befinden sich violette Fahnen mit dem Wappen der Johannischen Kirche aus unterschiedlichen Zeiten.

Der Sonntagsgottesdienst begann um 11 Uhr.

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Nicole Oesterreich, Leipzig

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