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Materialdienst 4/2011
Aleviten

Zwei Veranstaltungen in Berlin signalieren gelungene Integration

Die „Alevitische Gemeinde Deutschland e.V.“ (AABF) und der alevitische Unternehmerverband „Almanya Ticaret ve Yatirim Birligi e.V.“ (ATIYAB) luden in diesem Jahr zu ihrem Neujahrsempfang erstmals nicht nach Köln, sondern nach Berlin ein. Der im großen Rahmen angelegte Empfang fand am 8. Februar 2011 im „Piazza Rossa“ statt, einer Event Location nur wenige Meter vom Roten Rathaus entfernt, und bot den Gästen ein stilvolles Ambiente im Zentrum Berlins. Die Entscheidung, den diesjährigen Neujahrsempfang von Köln, wo er traditionell ausgerichtet worden war, in die Hauptstadt zu verlegen, trägt dem „Angekommensein“ der Aleviten in der deutschen Gesellschaft symbolisch Rechnung.

Die seit über 20 Jahren engagiert vorangetriebenen Integrationsbemühungen der Alevitischen Gemeinde in Deutschland stoßen auf immer mehr Anerkennung in Politik und Gesellschaft. Die Grußworte von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), Sigmar Gabriel (SPD), Claudia Roth (Bündnis 90 / Die Grünen) sowie von Abgeordneten der FDP und der Partei „Die Linke“ hoben mit jeweils eigenen Schwerpunkten die Bedeutung des „Alevitischen Modells“ als Beispiel einer gelungenen Integration hervor. Zurückzuführen ist dieser Erfolg auch auf den hohen Organisationsgrad der Aleviten, die von mehr als 120 Vereinen in Deutschland vertreten werden. Der „Bund der Alevitischen Jugend“ (BDAJ) ist beispielsweise die erste und größte Migrantenjugendselbstorganisation Deutschlands. Der Zusammenschluss der Vereine unter dem Dachverband „AABF“ macht die Aleviten seit langem zu einem verlässlichen Verhandlungspartner für die Politik. Im Ergebnis wurden die Aleviten als Religionsgemeinschaft nach dem Grundgesetz anerkannt, und es wurde ein eigener bekenntnisorientierter Religionsunterricht an einer wachsenden Anzahl von Schulen eingeführt. Die ebenfalls zum Neujahrsempfang eingeladene Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer (CDU), stellte im Verlauf ihrer Rede sogar die Möglichkeit der Ausbildung alevitischer Theologen an deutschen Universitäten in Aussicht.

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Rabih El-Dick, Hildesheim

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