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Materialdienst 3/2005
Esoterik

Spielfilm "Indigo" wirbt für angeblich übersinnlich begabte "Kinder einer neuen Zeit"

Das in der Esoterik-Szene seit der Jahrtausendwende gängige Zauberwort „Indigo-Kinder“ (vgl. MD 2002, 355ff) könnte möglicherweise einen neuen Aufschwung und weitere Verbreitung erleben. Dafür sorgt neuerdings der Spielfilm „Indigo“. Anlässlich eines von esoterischer Seite initiierten „Welt Indigo Tages“ am 29./30. Januar 2005 wurde die US-amerikanische Produktion deutschlandweit an 14 verschiedenen Orten von Lübeck bis München, aber auch in Österreich und in der Schweiz gezeigt. Der Film, der allerdings nicht in öffentlichen Kinos, sondern nur in örtlichen Esoterik-Zentren oder in Hotels lief, stieß offensichtlich besonders in der Esoterik-Szene auf Resonanz. So musste „Indigo“ in der englischen Originalfassung z. T. mehrfach hintereinander vorgeführt werden. Die Eintrittskarten waren nur auf Vorbestellung über im Internet genannte „Kontaktpersonen“ erhältlich. Einzelne Veranstaltungen waren im Vorfeld bereits ausverkauft.

Hintergrundinformationen gibt es unter www.indigothemovie.com bzw. www.indigo-movie.de. Besonders interessant sind die Namen der maßgeblich Beteiligten und Drehbuchautoren:

• Genannt wird z.B. der „Channeling“-Autor der Trilogie „Gespäche mit Gott“, Neale Donald Walsch (vgl. MD 2000, 348ff), der in dem Streifen auch als Hauptdarsteller zu sehen ist. Mit dem Namen des bekannten Esoterik-Autors wurde im Vorfeld auch kräftig geworben. Er präsentiert sich als „moderner Botschafter einer neuen Spiritualität“, die er in mittlerweile 15 Büchern vorgelegt hat.

• Beteiligt am Film ist als Co-Autor und Produzent James Twyman, der auf der Werbeseite im Internet als „promovierter Theologe und Bestsellerautor“ präsentiert wird: „James zeigt auf, wie all die unterschiedlichen spirituellen Wege in eine einzige Botschaft münden: Frieden. (...) Er organisiert Konferenzen und Friedensfestivals und entwickelt Internetkurse für spirituelle Friedensarbeit.“ Twyman hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, die inzwischen auch ins Deutsche übersetzt wurden: u.a. „Boten des Lichts“ – ein „Roman in der Tradition der Prophezeiungen von Celestine“, und den Erlebnisroman „Abgesandte der Liebe“, der in unmittelbarer Beziehung zum Indigo-Thema steht. Darin erzählt Twyman, wie ihm während eines Vortrags in San Francisco abends ein zehnjähriger Junge begegnet, der seinen Zeigefinger berührt. Danach kann der Autor plötzlich Löffel verbiegen, Gedanken lesen und innere Bilder übertragen. Wie sich später herausstellt, hat keiner außer ihm das Kind gesehen! Der Junge berichtet Twyman, dass er aus Bulgarien käme und dass es noch viele andere übersinnlich begabte Kinder wie ihn gebe. Daraufhin bricht der Autor zu einer abenteuerlichen Reise nach Bulgarien auf, um diesen Jungen wiederzufinden. In einem Kloster in den bulgarischen Bergen begegnet er schließlich einer Gruppe außerordentlicher Kinder, die angeblich „eine Botschaft an die Welt haben – und James soll diese Botschaft vermitteln!“

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