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EZW-Texte - 241-254

EZW-Texte 244

Kai Funkschmidt (Hg.)

Esoterik in der Kirche

Berlin 2016, 104 Seiten

Reikikurse im Gemeindehaus, Familienstellen in der Pfarrerfortbildung, astrologische Beratung in der Kirchengemeinde, Yoga in kirchlichen Tagungshäusern, dies alles gehört zur Kirche der Gegenwart. Die letzte Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung hat gezeigt, dass die Neigung zur Esoterik sogar zunimmt, je stärker Menschen christlich orientiert sind. Die einen sehen darin eine kreative und fruchtbare Reaktion auf die spirituellen Bedürfnisse der Menschen. Kritiker hingegen erkennen eher Anpassung an den Zeitgeist und eine Aufweichung der christlichen Botschaft.

Dabei ist Esoterik nicht nur Angelegenheit der Gemeindeglieder, sondern längst auch von Kirchenvorständen und Verkündigungpersonal. Was bedeutet es, wenn der Erzbischof von Canterbury sich in einen keltischen Druidenorden ordinieren lässt und eine reformierte Pfarrerin sich in ihrer Kirche als Hexe und Schamanin betätigt? Wie weit sind esoterische Angebote in der kirchlichen Erwachsenenbildung wirklich verbreitet? Welche theologischen Argumentationen werden dabei vorgebracht? Diesen Fragen geht der EZW-Text aus evangelischer und katholischer Perspektive sowie eines schamanisch beschlagenen Krankenhauspfarrers nach.

Aus dem Inhalt

Einführung

 

Kai Funkschmidt
„Je nach Religion ändert sich der Götterhimmel und die Requisiten und so“
Wie viel Esoterik verträgt die Kirche?

Martin Hochholzer
Kirche und Esoterik – katholische Perspektiven

Ralf Müller
Die kirchliche Gesundheits- und Erwachsenenbildung –
Einfallstor für Esoterik in die Kirche?

Gernot Meier
„Wenn dein Gott auf einmal nicht mehr meiner ist“
oder: Szenen eines Aushandlungsprozesses zwischen Christentum und Esoterik

Jochen Barth
Wie hältst du‘s mit der Religion?
Ein Vorschlag zum Umgang mit neuen spirituellen Formen am Beispiel neoschamanischer Praktiken


Die Autoren

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